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Ausstellung Sepp Köppel
| Vernissage: 11. Mai 2012 |
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Fotoausstellung "Eifach bi üs z'Gams"
Fotografien von Land und Leuten |
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Ausstellung: 12./13. und 19./20. Mai 2012
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In die Tiefe geklickt
Der Gamser Fotograf Sepp Köppel will nicht hundskommune Bilder machen. Er will kunstvoll unter die Oberfläche der Bilder eindringen, wie er selber sagt. Einige seiner Werke sind in der Alten Mühle Gams ausgestellt.
Normalerweise, so heisst es, «lügen» Fotografien nicht, sie wiedergeben nach dem Klick haargenau das, was vor der Linse sich befand. Nicht immer so bei Sepp Köppel. Er verändert bewusst das Abgebildete, indem er mit verschiedenen Techniken experimentiert und die Möglichkeiten der Digitalfotografie schonungslos ausnützt. Jedoch immer so, dass das Bild nach der Bearbeitung seine ganz persönliche Sicht der Dinge behält, wie Köppel sagte. Das heisst, er bearbeitet Bilder nach eigenem Ermessen so, dass sie ihm stets selbst gefallen. Wichtig für ihn aber ist, zu zeigen, wie mehrschichtig, vielseitig und tiefgründig eine «Botschaft» verstärkt ausgedrückt werden kann. Mit seinen angebrachten Veränderungen gelingt ihm dieses Vorhaben.
Vor Bildern verweilen
Offenbar sind die in der Alten Mühle ausgestellten Fotosujets aus Köppels Wohnort Gams ebenso geeignet, in die Tiefe zu schauen respektive die Tiefe und Mehrschichtigkeit der Bilder zu bemerken wie bei andern Themenbildern. Der Besucher muss sich jedoch Zeit nehmen, muss innehalten und verweilen, will er den vom Künstler gewollten Effekt der erweiterten Dimensionen nachvollziehen. Da ist zum Beispiel die Viehschau in Gams mit mehrheitlich Männern und nur einer Frau bei den Kühen. Sepp Köppel sagt in seiner selbstgehaltenen Laudatio am Freitagabend: «Die Frauen kommen! Und schaut euch die Frau an, wie selbstbewusst sie dasteht!» Oder sein politisches Foto: Mit Farben auf Schwarz-Weiss hervorgehoben, zeigt das Bild ein Stück politischen und gesell-schaftlichen Alltag. Köppel hat bemerkt, wie nahe die drei Werbetafeln Abstimmung, Feldschiessen, Gottesdienste in Gams nebeneinander stehen. Etwas entrückt im Hintergrund die Gamser Kirche als Hinweis auch auf die Hochburg der CVP.
Schweizer Meister
Seit 35 Jahren schon ist Sepp Köppel von der Fotografie angetan. Köppel gewann schon verschiedene nationale und internationale Preise bei Wettbewerben. Erst kürzlich gewann er zum zweiten Mal den Schweizer-Meister-Titel als bester Schwarzweiss-Fotograf bei «Photo Suisse». Musikalisch ergänzte die Vernissage vom Freitag mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt Judith D.& Band mit internationalen Jazz und Dixie-Melodien. Die Fotoausstellung von Sepp Köppel unter dem Motto «Eifach bi üs z’Gams» ist an den Wochenenden vom 12./13.Mai sowie 19./20.Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.
Text: Paul Schawalder, Werdenberger&Obertoggenburger vom 14.05.2012
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| Vernissage: 11. Mai 2012 |
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Fotoausstellung "Eifach bi üs z'Gams"
Fotografien von Land und Leuten |
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Ausstellung: 12./13. und 19./20. Mai 2012
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In die Tiefe geklickt
Der Gamser Fotograf Sepp Köppel will nicht hundskommune Bilder machen. Er will kunstvoll unter die Oberfläche der Bilder eindringen, wie er selber sagt. Einige seiner Werke sind in der Alten Mühle Gams ausgestellt.
Normalerweise, so heisst es, «lügen» Fotografien nicht, sie wiedergeben nach dem Klick haargenau das, was vor der Linse sich befand. Nicht immer so bei Sepp Köppel. Er verändert bewusst das Abgebildete, indem er mit verschiedenen Techniken experimentiert und die Möglichkeiten der Digitalfotografie schonungslos ausnützt. Jedoch immer so, dass das Bild nach der Bearbeitung seine ganz persönliche Sicht der Dinge behält, wie Köppel sagte. Das heisst, er bearbeitet Bilder nach eigenem Ermessen so, dass sie ihm stets selbst gefallen. Wichtig für ihn aber ist, zu zeigen, wie mehrschichtig, vielseitig und tiefgründig eine «Botschaft» verstärkt ausgedrückt werden kann. Mit seinen angebrachten Veränderungen gelingt ihm dieses Vorhaben.
Vor Bildern verweilen
Offenbar sind die in der Alten Mühle ausgestellten Fotosujets aus Köppels Wohnort Gams ebenso geeignet, in die Tiefe zu schauen respektive die Tiefe und Mehrschichtigkeit der Bilder zu bemerken wie bei andern Themenbildern. Der Besucher muss sich jedoch Zeit nehmen, muss innehalten und verweilen, will er den vom Künstler gewollten Effekt der erweiterten Dimensionen nachvollziehen. Da ist zum Beispiel die Viehschau in Gams mit mehrheitlich Männern und nur einer Frau bei den Kühen. Sepp Köppel sagt in seiner selbstgehaltenen Laudatio am Freitagabend: «Die Frauen kommen! Und schaut euch die Frau an, wie selbstbewusst sie dasteht!» Oder sein politisches Foto: Mit Farben auf Schwarz-Weiss hervorgehoben, zeigt das Bild ein Stück politischen und gesell-schaftlichen Alltag. Köppel hat bemerkt, wie nahe die drei Werbetafeln Abstimmung, Feldschiessen, Gottesdienste in Gams nebeneinander stehen. Etwas entrückt im Hintergrund die Gamser Kirche als Hinweis auch auf die Hochburg der CVP.
Schweizer Meister
Seit 35 Jahren schon ist Sepp Köppel von der Fotografie angetan. Köppel gewann schon verschiedene nationale und internationale Preise bei Wettbewerben. Erst kürzlich gewann er zum zweiten Mal den Schweizer-Meister-Titel als bester Schwarzweiss-Fotograf bei «Photo Suisse». Musikalisch ergänzte die Vernissage vom Freitag mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt Judith D.& Band mit internationalen Jazz und Dixie-Melodien. Die Fotoausstellung von Sepp Köppel unter dem Motto «Eifach bi üs z’Gams» ist an den Wochenenden vom 12./13.Mai sowie 19./20.Mai jeweils von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.
Text: Paul Schawalder, Werdenberger&Obertoggenburger vom 14.05.2012
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Dodo Hug & Efisio Contini
| 28. April 2012 |
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"Sorriso amaro" - Canti di lavoro e d'amore
ein italienischer Liederabend |
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Der Auftritt von Dodo Hug mit Efisio Contini hat es möglich gemacht, dass die Alte Mühle in Gams proppenvoll war und die Gäste danach voll zufrieden den Heimweg antraten. Die Begeisterung des Publikums wird noch einige Zeit nachhallen.
Wer Dodo Hug in den Anfängen - Mitte der Siebziger- jahre - kennenlernte und nun den Samstagabend in der Alten Mühle Gams, wurde nicht enttäuscht. Klar: Auch Dodo Hug ist etwas ruhiger geworden. Ihre Affinität zu den Frauen, die in den Fabriken ausgenützt wurden, hat sie aber bis heute nicht verloren. Hug flattert auch nicht von einer Blüte zu anderen. Als sie und Efisio Contini sich Anfang der Neunzigerjahre begegneten, konnten sie sich nicht mehr loslassen.
Gemeinsame Inspirationen
Hug, omnipräsent und tiefsinnig, und Efisio Contini, der ruhige und romantische Partner, mussten sich finden. Seit bald 20 Jahren stehen sie gemeinsam auf der Bühne, und sie gehen immer noch miteinander liebevoll um. Allein diese Ausstrahlung macht einen Abend mit ihnen aus. Die beiden könnte man ohne Weiteres als Dream-Team bezeichnen. Diese Platitüde würde aber den beiden mit Sicherheit zuwider laufen. Liebevoller Umgang und eine klare Position müssen sich nicht zwingend beissen – harmonisch wird es so oder so nicht immer zugehen.
Italianitá erzeugt Emotionen
Efisio sah aus wie ein italienischer Büezer, damals, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine fiktive Geschichte: Er kam damals in die Schweiz und schuftete wie seine Vorfahren, die früher den Rhein begradigten oder den Eisenbahntunnel am Gotthard bauten. Heute steht Efisio als Sarde auf der Bühne, zusammen mit Dodo Hug. Beide erinnern mit ihren Liedern an Zeiten, die teilweise schon in der Vergessenheit versunken sind. Hug und Contini wollen in Erinnerung rufen, wie es vor über hundert Jahren aussah und welchen Schwierigkeiten die Bevölkerung damals ausgesetzt war. Ihre italienischen Protest- und Klagelieder schreiben Geschichte. Es müssen wohl die Lieder gewesen sein, die den Menschen – in unwirtlichen Situationen – die Kraft gegeben haben, die Gerechtigkeit zu erkämpfen. In kabarettistischer Form und in unterhaltsamen Kontexten erinnert Dodo Hug die Menschen an ihre Rechte.
Text: Heidy Beyeler, W&O. vom 30.04.2012
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| 28. April 2012 |
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"Sorriso amaro" - Canti di lavoro e d'amore
ein italienischer Liederabend |
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Der Auftritt von Dodo Hug mit Efisio Contini hat es möglich gemacht, dass die Alte Mühle in Gams proppenvoll war und die Gäste danach voll zufrieden den Heimweg antraten. Die Begeisterung des Publikums wird noch einige Zeit nachhallen.
Wer Dodo Hug in den Anfängen - Mitte der Siebziger- jahre - kennenlernte und nun den Samstagabend in der Alten Mühle Gams, wurde nicht enttäuscht. Klar: Auch Dodo Hug ist etwas ruhiger geworden. Ihre Affinität zu den Frauen, die in den Fabriken ausgenützt wurden, hat sie aber bis heute nicht verloren. Hug flattert auch nicht von einer Blüte zu anderen. Als sie und Efisio Contini sich Anfang der Neunzigerjahre begegneten, konnten sie sich nicht mehr loslassen.
Gemeinsame Inspirationen
Hug, omnipräsent und tiefsinnig, und Efisio Contini, der ruhige und romantische Partner, mussten sich finden. Seit bald 20 Jahren stehen sie gemeinsam auf der Bühne, und sie gehen immer noch miteinander liebevoll um. Allein diese Ausstrahlung macht einen Abend mit ihnen aus. Die beiden könnte man ohne Weiteres als Dream-Team bezeichnen. Diese Platitüde würde aber den beiden mit Sicherheit zuwider laufen. Liebevoller Umgang und eine klare Position müssen sich nicht zwingend beissen – harmonisch wird es so oder so nicht immer zugehen.
Italianitá erzeugt Emotionen
Efisio sah aus wie ein italienischer Büezer, damals, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine fiktive Geschichte: Er kam damals in die Schweiz und schuftete wie seine Vorfahren, die früher den Rhein begradigten oder den Eisenbahntunnel am Gotthard bauten. Heute steht Efisio als Sarde auf der Bühne, zusammen mit Dodo Hug. Beide erinnern mit ihren Liedern an Zeiten, die teilweise schon in der Vergessenheit versunken sind. Hug und Contini wollen in Erinnerung rufen, wie es vor über hundert Jahren aussah und welchen Schwierigkeiten die Bevölkerung damals ausgesetzt war. Ihre italienischen Protest- und Klagelieder schreiben Geschichte. Es müssen wohl die Lieder gewesen sein, die den Menschen – in unwirtlichen Situationen – die Kraft gegeben haben, die Gerechtigkeit zu erkämpfen. In kabarettistischer Form und in unterhaltsamen Kontexten erinnert Dodo Hug die Menschen an ihre Rechte.
Text: Heidy Beyeler, W&O. vom 30.04.2012
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Flurin Caviezel
| 10. März 2012 |
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«Zmizt im Läba» - Musik-Kabarett mit dem Meister des feinsinnigen Humors
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Der Kabarettist Flurin Caviezel ist ein Garant für volle Häuser. So wars auch in der Alten Mühle Gams. Alle Plätze für seinen Auftritt am Samstagabend waren bereits Ende Januar vergeben. Mit seinem Programm «Zmizt im Läba» begeisterte er.
Die Verantwortlichen des Kulturprogramms der Alten Mühle Gams hatten einen guten Riecher, als sie sich für den Auftritt von Flurin Caviezel entschieden. Der Samstagabend war ein voller Erfolg und die Gäste traten ihren Nachhauseweg mit einem schönen, erfüllten Erlebnis an, wie sie am Schluss der Vorstellung bekundeten.
Ein facettenreiches Leben
Sein Programm «Zmizt im Läba» kommt bei den Gästen gut an. Und jeder kann aus den vorgetragenen Situationen erkennen, dass er oder sie sich schon mit derartigen Konstellationen konfrontiert sah. «Das fängt ja schon bei der Geburt an», sagte Caviezel. «Dann kommt der Kindergarten, die Pubertät, dann heiratet man, hat zwei Kinder an seinen beiden Händen, lässt sich scheiden, muss Alimente bezahlen, es flattern Betreibungen ins Haus.» So schildert Caviezel einen Teil des Lebens, das aber auch viele andere und schöne Facetten zeigt. Wer Flurin Caviezel aus seinen Beiträgen bei RadioDRS1, Morgenstunde, kennt, wird bei seinem Auftritt auf der Bühne einer ganz anderen Persönlichkeit begegnen.
Ein Multitalent
Währender in der «Morgenstunde» das Alltagsleben philosophisch betrachtet, ist sein Auftritt auf der Bühne teils plakativ – ohne die Empathie zu den Menschen zu vernachlässigen. Die Musik war für ihn schon immer ein wichtiges Element. Auf die Bühne tritt er mit seiner geliebten Victoria – seiner Handorgel. Ohne sie wäre der Bühnenauftritt sicherlich beschwerlicher. An ihr kann er sich festhalten, damit er den Faden nicht verliert. Victoria lässt ihm Raum für Inspirationen. Victoria ist sein «Ein und Alles». In Gams hat er das Publikum in seinen Bann genommen, mit seiner charmanten Art, mit seinem angenehmen Bündner Dialekt, mit seiner Witzig und Spitzfindigkeit, mit seinen pointierten Darstellungen alltäglicher Situationen. Caviezel beeindruckte das Publikum immer wieder. Tage bevor er auf die Bühne tritt, befasst er sich mit der Region, mit dem Ort, an dem er die Menschen gern zum Lachen bringt.
In Gams hat er das meisterlich geschafft, was ihm grossen Respekt und Anerkennung entgegenbrachte. Aktuelle Themen wie die Wahl der Regierungsräte machte er ebenso zum Thema wie der grosse Golfplatz, «der keinen landwirtschaftlichen Boden mehr ersichtlich machen lässt», der der Wasserlauf im Gebiet Möösli, den Caviezel mit dem venezianischen Canale Grande verglich. «Da gibt es viele Brücken, aber keine Strassen.» Mit diesen kritischen Einlagen erntete er grossen Applaus.
Sprachakrobatik nicht nur auf Deutsch
Seine Sprachakrobatik, gepaart mit der musikalischen Begleitung, darf gut und gerne als ausserordentliche Leistung anerkannt werden. Caviezel ist aber auch sattelfest in den vier Landesprachen Romanisch, Französisch, Italienisch und Schweizerdeutsch sowie in Hochdeutsch und Englisch – ohne Untertitel.
Heidy Beyeler, Werdenberger&Obertoggenburger 12.03.2012
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| 10. März 2012 |
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«Zmizt im Läba» - Musik-Kabarett mit dem Meister des feinsinnigen Humors
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Der Kabarettist Flurin Caviezel ist ein Garant für volle Häuser. So wars auch in der Alten Mühle Gams. Alle Plätze für seinen Auftritt am Samstagabend waren bereits Ende Januar vergeben. Mit seinem Programm «Zmizt im Läba» begeisterte er.
Die Verantwortlichen des Kulturprogramms der Alten Mühle Gams hatten einen guten Riecher, als sie sich für den Auftritt von Flurin Caviezel entschieden. Der Samstagabend war ein voller Erfolg und die Gäste traten ihren Nachhauseweg mit einem schönen, erfüllten Erlebnis an, wie sie am Schluss der Vorstellung bekundeten.
Ein facettenreiches Leben
Sein Programm «Zmizt im Läba» kommt bei den Gästen gut an. Und jeder kann aus den vorgetragenen Situationen erkennen, dass er oder sie sich schon mit derartigen Konstellationen konfrontiert sah. «Das fängt ja schon bei der Geburt an», sagte Caviezel. «Dann kommt der Kindergarten, die Pubertät, dann heiratet man, hat zwei Kinder an seinen beiden Händen, lässt sich scheiden, muss Alimente bezahlen, es flattern Betreibungen ins Haus.» So schildert Caviezel einen Teil des Lebens, das aber auch viele andere und schöne Facetten zeigt. Wer Flurin Caviezel aus seinen Beiträgen bei RadioDRS1, Morgenstunde, kennt, wird bei seinem Auftritt auf der Bühne einer ganz anderen Persönlichkeit begegnen.
Ein Multitalent
Währender in der «Morgenstunde» das Alltagsleben philosophisch betrachtet, ist sein Auftritt auf der Bühne teils plakativ – ohne die Empathie zu den Menschen zu vernachlässigen. Die Musik war für ihn schon immer ein wichtiges Element. Auf die Bühne tritt er mit seiner geliebten Victoria – seiner Handorgel. Ohne sie wäre der Bühnenauftritt sicherlich beschwerlicher. An ihr kann er sich festhalten, damit er den Faden nicht verliert. Victoria lässt ihm Raum für Inspirationen. Victoria ist sein «Ein und Alles». In Gams hat er das Publikum in seinen Bann genommen, mit seiner charmanten Art, mit seinem angenehmen Bündner Dialekt, mit seiner Witzig und Spitzfindigkeit, mit seinen pointierten Darstellungen alltäglicher Situationen. Caviezel beeindruckte das Publikum immer wieder. Tage bevor er auf die Bühne tritt, befasst er sich mit der Region, mit dem Ort, an dem er die Menschen gern zum Lachen bringt.
In Gams hat er das meisterlich geschafft, was ihm grossen Respekt und Anerkennung entgegenbrachte. Aktuelle Themen wie die Wahl der Regierungsräte machte er ebenso zum Thema wie der grosse Golfplatz, «der keinen landwirtschaftlichen Boden mehr ersichtlich machen lässt», der der Wasserlauf im Gebiet Möösli, den Caviezel mit dem venezianischen Canale Grande verglich. «Da gibt es viele Brücken, aber keine Strassen.» Mit diesen kritischen Einlagen erntete er grossen Applaus.
Sprachakrobatik nicht nur auf Deutsch
Seine Sprachakrobatik, gepaart mit der musikalischen Begleitung, darf gut und gerne als ausserordentliche Leistung anerkannt werden. Caviezel ist aber auch sattelfest in den vier Landesprachen Romanisch, Französisch, Italienisch und Schweizerdeutsch sowie in Hochdeutsch und Englisch – ohne Untertitel.
Heidy Beyeler, Werdenberger&Obertoggenburger 12.03.2012
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Helga is bag
| 24. Februar 2012 |
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Regula Esposito - "Helga is bag"
Kabarettistisch-musikalische Satire über das Handtaschenlesen |
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Regula Esposito alias Dr. purse. Helga Schneider, früher unterwegs mit den Acapickels, gab sich am Freitag in der Alten Mühle die Ehre, ihre Kunst im Kabarett zu zeigen. Es wurde ein Feuerwerk unglaublicher Ideen, scheinbar Alltägliches hochzu- nehmen.
Die Kabarettistin Regula Esposito realisierte mit einem schier unendlichen Wortschatz ihre Idee, Handtaschen-füllungen als Mass für das Wesen oder den Charakter der Trägerinnen – manchmal auch der Träger – zu verwenden und zu ergründen. Sie liess sich dazu zur Handtaschenanalystin ausbilden. Weitergebildet zum Doktortitel tritt sie als Dr.purse. Helga Schneider auf Bühnen in der ganzen Schweiz auf. In ihrer ungewöhnlichen kabarettistischen und musikalischen Satire will sie das Handtaschenlesen vergleichen mit der Machtausübung von Heilern und medial Veranlagten, wie sie selber sagt. Daraus ergibt sich naturgemäss ein Hineingehen respektive ein Graben im Innern des «Patienten». Die Handtasche wird zur Fundgrube möglicher Gründe für Problemchen, für Verirrungen, Schwächen und Leiden. Und zwar grabe sie sich durch alle sozialen Schichten wie eine Archäologin in einem Schutthaufen, sagt sie. Assistiert von ihrem Bühnenpartner und Musiker «Dr. Andrej Strobstrophsky », analysiert sie jeden Artikel der Taschenfüllung und schlussfolgert in einer einzigartigen, oft zweideutigen Weise, warum es dem «Patienten» nicht so gut geht. Anders beim Publikum: In Anlehnung an die Weisheit «Lachen ist gesund» regt Helga Schneider Schlag auf Schlag die Lachmuskeln der anwesenden Frauen und Männer an.
Mehr als ein Stück Leder
Schlüsselanhänger, Medikamente, Kosmetika oder Kaugummi und auch die Form der Tasche samt Henkel (als Vertrauenszentrum), alles sind Hinweise auf das Wesen der Trägerin. Die Kabarettistin beherrscht ihr Metier so hervorragend, dass die Trägerinnen beinahe als virtuelle Gestalten auf der Bühne präsent werden. Insbesondere dann, wenn die Künstlerin zusammen mit ihrem «Techniker» die Taschentiefentrance anwendet, wird dieser Effekt zum wahren künstlerischen Wert: Die Tasche ist nicht mehr nur ein Stück Stoff oder Leder, sie beginnt die Seele aus dem Leib zu reden, Sinniges und Unsinniges kommt zutage, Ängste aller Gattungen, Angst vor der Angst – die Tasche beginnt zu leben. Die Darstellung gipfelt in einer Parodie über Fernsehheiler, die sich über Telefontaxen bereichern. Regula Esposito spielte einschlägige Fernheiler – «Marc Sheba» hat sie namentlich genannt – und verwendete statt einer Glaskugel oder Karten natürlich eine von Kitsch strotzende Glasperlentasche, in der sie sich gütlich tat.
Über sich selbst gelacht
Der Applaus galt wohl der künstlerischen und kabarettistischen Leistung, der «geilen» Idee, Handtaschen auf ihren Charakter hin zu untersuchen und damit dem «Alltäglichen» und dem Institutionellen – sogar den Teufel liess sie austreiben – eins auszuwischen, respektive das Publikum, im Speziellen die Frauen als Trägerinnen der Handtaschen, über sich selbst schmunzeln und lachen zu lassen. Eine gute Idee war es vor allem auch, Helga Schneider in die Alte Mühle zu holen.
Paul Schawalder, Werdenberger&Obertoggenburger 27.02.2012
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| 24. Februar 2012 |
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Regula Esposito - "Helga is bag"
Kabarettistisch-musikalische Satire über das Handtaschenlesen |
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Regula Esposito alias Dr. purse. Helga Schneider, früher unterwegs mit den Acapickels, gab sich am Freitag in der Alten Mühle die Ehre, ihre Kunst im Kabarett zu zeigen. Es wurde ein Feuerwerk unglaublicher Ideen, scheinbar Alltägliches hochzu- nehmen.
Die Kabarettistin Regula Esposito realisierte mit einem schier unendlichen Wortschatz ihre Idee, Handtaschen-füllungen als Mass für das Wesen oder den Charakter der Trägerinnen – manchmal auch der Träger – zu verwenden und zu ergründen. Sie liess sich dazu zur Handtaschenanalystin ausbilden. Weitergebildet zum Doktortitel tritt sie als Dr.purse. Helga Schneider auf Bühnen in der ganzen Schweiz auf. In ihrer ungewöhnlichen kabarettistischen und musikalischen Satire will sie das Handtaschenlesen vergleichen mit der Machtausübung von Heilern und medial Veranlagten, wie sie selber sagt. Daraus ergibt sich naturgemäss ein Hineingehen respektive ein Graben im Innern des «Patienten». Die Handtasche wird zur Fundgrube möglicher Gründe für Problemchen, für Verirrungen, Schwächen und Leiden. Und zwar grabe sie sich durch alle sozialen Schichten wie eine Archäologin in einem Schutthaufen, sagt sie. Assistiert von ihrem Bühnenpartner und Musiker «Dr. Andrej Strobstrophsky », analysiert sie jeden Artikel der Taschenfüllung und schlussfolgert in einer einzigartigen, oft zweideutigen Weise, warum es dem «Patienten» nicht so gut geht. Anders beim Publikum: In Anlehnung an die Weisheit «Lachen ist gesund» regt Helga Schneider Schlag auf Schlag die Lachmuskeln der anwesenden Frauen und Männer an.
Mehr als ein Stück Leder
Schlüsselanhänger, Medikamente, Kosmetika oder Kaugummi und auch die Form der Tasche samt Henkel (als Vertrauenszentrum), alles sind Hinweise auf das Wesen der Trägerin. Die Kabarettistin beherrscht ihr Metier so hervorragend, dass die Trägerinnen beinahe als virtuelle Gestalten auf der Bühne präsent werden. Insbesondere dann, wenn die Künstlerin zusammen mit ihrem «Techniker» die Taschentiefentrance anwendet, wird dieser Effekt zum wahren künstlerischen Wert: Die Tasche ist nicht mehr nur ein Stück Stoff oder Leder, sie beginnt die Seele aus dem Leib zu reden, Sinniges und Unsinniges kommt zutage, Ängste aller Gattungen, Angst vor der Angst – die Tasche beginnt zu leben. Die Darstellung gipfelt in einer Parodie über Fernsehheiler, die sich über Telefontaxen bereichern. Regula Esposito spielte einschlägige Fernheiler – «Marc Sheba» hat sie namentlich genannt – und verwendete statt einer Glaskugel oder Karten natürlich eine von Kitsch strotzende Glasperlentasche, in der sie sich gütlich tat.
Über sich selbst gelacht
Der Applaus galt wohl der künstlerischen und kabarettistischen Leistung, der «geilen» Idee, Handtaschen auf ihren Charakter hin zu untersuchen und damit dem «Alltäglichen» und dem Institutionellen – sogar den Teufel liess sie austreiben – eins auszuwischen, respektive das Publikum, im Speziellen die Frauen als Trägerinnen der Handtaschen, über sich selbst schmunzeln und lachen zu lassen. Eine gute Idee war es vor allem auch, Helga Schneider in die Alte Mühle zu holen.
Paul Schawalder, Werdenberger&Obertoggenburger 27.02.2012
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Skyline-Quartet
| 14. Januar 2012 |
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"Take the A-Train" - Swing, Jazz, Rock'n Roll, Latin, Blues, Boogie ... mit
Rochus Hobi Piano, Gesang
Fritz Bertsch Schlagzeug, Gesang
Hugo Waibel Kontrabass
Armando Cornelli Saxofon, Klarinette
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Mit klassischem Jazz und Swing in der Alten Mühle faszinierten die Musiker die Besucher. Für ein solches Konzert eignen sich die Räumlichkeiten dieser Kulturstätte bestens, wie es sich am Samstagabend zeigte. Die Gäste liessen sich vom Temperament der Musiker begeistern und die Musiker von der guten Stimmung im Publikum anstecken. Die Leidenschaft zum Jazz der Musiker schwappte rasch auf die Zuhörerschaft über – es wurde im Takt mit den Füssen gewippt, mit den Händen geklatscht oder vor Ort im Rhythmus «getanzt».
Fetziger Abend
Das Skyline-Quartet mit Rochus Hobi, Klavier und Gesang; Fritz Bertsch, Schlagzeug und Gesang; Hugo Waibel, Kontrabass; und Armando Cornelli, Tenorsaxofon, Altosaxofon und Klarinette, verfügt über ein breites Repertoire. Die Musiker interpretieren Stücke von bekannten Jazz-Ikonen wie Duke Ellington oder Rock ’n’Roll-Koryphäen wie Jerry Lee Lewis oder Bill Haley. Zur Überraschung der Gäste spielten die Musiker auch Eigenkompositionen von Rochus Hobi, dem Pianisten des Skyline-Quartets, die sehr gut ankamen. Es fetzte förmlich in der Alten Mühle. Die Stimmung wurde zusehends angeheizt, weil die Gäste in diesem schönen Raum auf Tuchfühlung mit den Musikern stehen oder sitzen. Diese Nähe vermittelt im Gamser Kulturtreff fast schon ein angenehm familiäres Gefühl. Sehr gut kam an, dass das Skyline-Quartet – mit Ausnahme für die Songs – ohne Verstärkeranlage spielte; so war das Konzert ein Ohrenschmaus und so übertönten sich die einzelnen Instrumente gegenseitig nicht. Das war ein Genuss, der den Gästen in der Alten Mühle in Gams präsentiert wurde.
Musik mit Leib und Seele
Dass die vier Jazzer mit Leib und Seele Musik machen war spürbar, und die Solopassagen schwangen aufgrund der guten Akustik angenehm auf die Zuhörer zu. Einzig die Songs von unverkennbaren Stimmen wie Elvis Presley oder Ella Fitzgerald waren verständlicherweise enttäuschend. Ella Fitzgerald konnte zwar keine Noten lesen, erreichte aber in den Vierzigerjahren den Ruhm einer der weltbesten Jazzsängerinnen. Da wird es schwierig, Ähnlichkeiten im Gesang zu erkennen. Ebenso schwierig dürfte es bei Interpretationen von Elvis Presley, einer Identifikationsfigur der Rock ’n’Roll-Bewegung, sein. Im Kulturtreff Alte Mühle gibt es auch im 2012 wieder viele Perlen zu geniessen, die Interessierten Freude bereiten. Der Auftakt zum neuen Programm ist geglückt. Angenehme Überraschungen auf weitere Preziosen sind gewiss.
Temporeich übernahmen die vier Musiker die Eröffnung der Anlässe 2012.
Artikel von Heidy Beyeler im Werdenberger&Obertoggenburger vom 16. Januar 2012
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| 14. Januar 2012 |
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"Take the A-Train" - Swing, Jazz, Rock'n Roll, Latin, Blues, Boogie ... mit
Rochus Hobi Piano, Gesang
Fritz Bertsch Schlagzeug, Gesang
Hugo Waibel Kontrabass
Armando Cornelli Saxofon, Klarinette
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Mit klassischem Jazz und Swing in der Alten Mühle faszinierten die Musiker die Besucher. Für ein solches Konzert eignen sich die Räumlichkeiten dieser Kulturstätte bestens, wie es sich am Samstagabend zeigte. Die Gäste liessen sich vom Temperament der Musiker begeistern und die Musiker von der guten Stimmung im Publikum anstecken. Die Leidenschaft zum Jazz der Musiker schwappte rasch auf die Zuhörerschaft über – es wurde im Takt mit den Füssen gewippt, mit den Händen geklatscht oder vor Ort im Rhythmus «getanzt».
Fetziger Abend
Das Skyline-Quartet mit Rochus Hobi, Klavier und Gesang; Fritz Bertsch, Schlagzeug und Gesang; Hugo Waibel, Kontrabass; und Armando Cornelli, Tenorsaxofon, Altosaxofon und Klarinette, verfügt über ein breites Repertoire. Die Musiker interpretieren Stücke von bekannten Jazz-Ikonen wie Duke Ellington oder Rock ’n’Roll-Koryphäen wie Jerry Lee Lewis oder Bill Haley. Zur Überraschung der Gäste spielten die Musiker auch Eigenkompositionen von Rochus Hobi, dem Pianisten des Skyline-Quartets, die sehr gut ankamen. Es fetzte förmlich in der Alten Mühle. Die Stimmung wurde zusehends angeheizt, weil die Gäste in diesem schönen Raum auf Tuchfühlung mit den Musikern stehen oder sitzen. Diese Nähe vermittelt im Gamser Kulturtreff fast schon ein angenehm familiäres Gefühl. Sehr gut kam an, dass das Skyline-Quartet – mit Ausnahme für die Songs – ohne Verstärkeranlage spielte; so war das Konzert ein Ohrenschmaus und so übertönten sich die einzelnen Instrumente gegenseitig nicht. Das war ein Genuss, der den Gästen in der Alten Mühle in Gams präsentiert wurde.
Musik mit Leib und Seele
Dass die vier Jazzer mit Leib und Seele Musik machen war spürbar, und die Solopassagen schwangen aufgrund der guten Akustik angenehm auf die Zuhörer zu. Einzig die Songs von unverkennbaren Stimmen wie Elvis Presley oder Ella Fitzgerald waren verständlicherweise enttäuschend. Ella Fitzgerald konnte zwar keine Noten lesen, erreichte aber in den Vierzigerjahren den Ruhm einer der weltbesten Jazzsängerinnen. Da wird es schwierig, Ähnlichkeiten im Gesang zu erkennen. Ebenso schwierig dürfte es bei Interpretationen von Elvis Presley, einer Identifikationsfigur der Rock ’n’Roll-Bewegung, sein. Im Kulturtreff Alte Mühle gibt es auch im 2012 wieder viele Perlen zu geniessen, die Interessierten Freude bereiten. Der Auftakt zum neuen Programm ist geglückt. Angenehme Überraschungen auf weitere Preziosen sind gewiss.
Temporeich übernahmen die vier Musiker die Eröffnung der Anlässe 2012.
Artikel von Heidy Beyeler im Werdenberger&Obertoggenburger vom 16. Januar 2012
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Junge Junge
| 05. November 2011 |
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"Hut ab!"
Zauberei, Musik-Comedy mit Junge Junge und special Guest Stefan Nussbaum
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Hut ab! Das war der gewagte Mix aus erstaunlicher und mitreissender Zauberkunst des Duos Junge Junge! und quirliger Musik-Comedy von Stefan Nussbaum. Junge Junge!- Der Name steht für Gernot und Wolfram Bohnenberger, ein Brüderpaar aus Stuttgart, das sich mit seiner atemberaubenden Magie, einer ausgezeichneten Choreographie und augenzwinkernden Spielereien rasant an die Spitze der Zauberkunst katapultiert hat. Dabei wurden sie assistiert und bereichert durch Stefan Nussbaums musikalische Kapriolen. Flötentöne beeinflussten Magierhirne, ein Musicus steppte humorvoll poetisch und pfiff auf alle Konventionen, Hüte spielten verrückt.
Eine abwechslungsreiche Show irgenwo zwischen Revue und Reisefieber, Comedy und Zauberteppich!
www.JungeJunge.com
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| 05. November 2011 |
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"Hut ab!"
Zauberei, Musik-Comedy mit Junge Junge und special Guest Stefan Nussbaum
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Hut ab! Das war der gewagte Mix aus erstaunlicher und mitreissender Zauberkunst des Duos Junge Junge! und quirliger Musik-Comedy von Stefan Nussbaum. Junge Junge!- Der Name steht für Gernot und Wolfram Bohnenberger, ein Brüderpaar aus Stuttgart, das sich mit seiner atemberaubenden Magie, einer ausgezeichneten Choreographie und augenzwinkernden Spielereien rasant an die Spitze der Zauberkunst katapultiert hat. Dabei wurden sie assistiert und bereichert durch Stefan Nussbaums musikalische Kapriolen. Flötentöne beeinflussten Magierhirne, ein Musicus steppte humorvoll poetisch und pfiff auf alle Konventionen, Hüte spielten verrückt.
Eine abwechslungsreiche Show irgenwo zwischen Revue und Reisefieber, Comedy und Zauberteppich!
www.JungeJunge.com
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Knuth und Tucek
| 15. Oktober 2011 |
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"Neurotikon"
Musikalisches und gesellschaftskritisches Kabarett
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Knuth und Tucek traten erstmals in Gams auf. Ihr bereits sechstes abendfüllendes Programm hiess „Neurotikon“. Die Trägerinnen des Salzburger Stiers 2011 tingelten, bewehrt mit starken Stimmen, scharfen Worten und einem Akkordeon durch die schöne Welt. Die Lippen gerötet, die Nägel gefeilt, teilten sie geistreich und wortgewandt aus. In einer Zeit, in der das Glück gekauft und eine Krise gemietet werden kann, war nichts und niemand vor ihrem wortgewaltigen Sarkasmus und ihrem rockigen Akkordeon sicher, sei es Politik, Wirtschaft, Spiritualität, volkstümlicher Schlager oder Fitnesswahn.
Mit Engelsstimmen und Teufelszungen besangen und besprachen die Rockstars unter den Satirikerinnen die moderne Welt als Neurotikon.
Hoch theatralisches Kabarett mit gewaltig weiblicher Satire und verblüffender Musikalität!
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| 15. Oktober 2011 |
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"Neurotikon"
Musikalisches und gesellschaftskritisches Kabarett
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Knuth und Tucek traten erstmals in Gams auf. Ihr bereits sechstes abendfüllendes Programm hiess „Neurotikon“. Die Trägerinnen des Salzburger Stiers 2011 tingelten, bewehrt mit starken Stimmen, scharfen Worten und einem Akkordeon durch die schöne Welt. Die Lippen gerötet, die Nägel gefeilt, teilten sie geistreich und wortgewandt aus. In einer Zeit, in der das Glück gekauft und eine Krise gemietet werden kann, war nichts und niemand vor ihrem wortgewaltigen Sarkasmus und ihrem rockigen Akkordeon sicher, sei es Politik, Wirtschaft, Spiritualität, volkstümlicher Schlager oder Fitnesswahn.
Mit Engelsstimmen und Teufelszungen besangen und besprachen die Rockstars unter den Satirikerinnen die moderne Welt als Neurotikon.
Hoch theatralisches Kabarett mit gewaltig weiblicher Satire und verblüffender Musikalität!
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Figurentheater
| 25. September 2011 |
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Daniela Simeon - "Dr klii Schwiihirt"
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Mit viel Einfühlungsvermögen und liebevoll gestalteten Figuren entführte Daniela Simeon kleine und grosse Menschen in die Welt der Märchen. Sie erzählte die Geschichte des kleinen Schweinehirten, der sich, anstatt Schweine zu hüten, auf den Weg zum Königsschloss machte. Unterwegs musste er allerdings mehrere Prüfungen bestehen. Dort angekommen sollte er sich so gut verstecken, dass ihn die Königstochter nicht finden konnte. Das hingegen wart nicht ganz einfach, aber zum Glück hatte er Helfer, die ihm bei dieser schweren Aufgabe beistanden. |
| 25. September 2011 |
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Daniela Simeon - "Dr klii Schwiihirt"
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Mit viel Einfühlungsvermögen und liebevoll gestalteten Figuren entführte Daniela Simeon kleine und grosse Menschen in die Welt der Märchen. Sie erzählte die Geschichte des kleinen Schweinehirten, der sich, anstatt Schweine zu hüten, auf den Weg zum Königsschloss machte. Unterwegs musste er allerdings mehrere Prüfungen bestehen. Dort angekommen sollte er sich so gut verstecken, dass ihn die Königstochter nicht finden konnte. Das hingegen wart nicht ganz einfach, aber zum Glück hatte er Helfer, die ihm bei dieser schweren Aufgabe beistanden. |
Peach Weber
| 13./14. September 2011 |
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Peach Weber - "Mister Gaga" |
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Pointe um Pointe, Nägel mit Köpfen machte der Liedermacher und Wortakrobat.
Selbst wer vielleicht ein zwiespältiges Verhältnis zum Humor des wohl bekanntesten Komödianten der Schweiz hat, kam wohl zum Schluss: Der Abend in Gams war einfach der «Hammer» und zeigte, wie recht doch Sigmund Freud mit seiner Auffassung hatte, dass Witze als Ventil für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich tabuisierten Bereichen genutzt werden. Klar ging der Künstler oft unter die Gürtellinie. Aber geistig wendig und raffiniert verpackte er seine Geschichten so, dass man ihm keinen Strick daraus drehen konnte. Witz ist irgendwie nicht der richtige Ausdruck – Esprit und scharfe Beobachtungsgabe wären vermutlich treffender. Mit seinen Utensilien kämpft sich Peach Weber durchs dichtgedrängte Publikum zur kleinen Bühne, freute sich, wie er sagte, dass er in Gams auftreten dürfe. «Heute ist es ja überall so, dass man nicht engagiert wird, weil man gut ist, sondern weil man Beziehungen hat. In Gams war das anscheinend ein Mann namens Patrik. In den Teenyjahren gingen wir zusammen in die erste Klasse, doch dann haben wir uns aus den Augen verloren. Patrik schaffte es in die zweite.» Weber nimmt sich oft selber auf die Schippe, witzelt über seine noch inResten vorhandene Prachtsfrisur, hebt seine Mütze etwas in die Höhe und präsentiert mit einem Lachen seine Problemzone. Eine Haartransplantation hat man mir für 8500 Franken offeriert. Die Mütze kostete gerademal 20 Franken.
Aber auch auf Frisuren anderer zeigt er schonungslos, viele kriegen ihr Fett weg. «Eigentlich habe ich für heute Abend viel Prominenz eingeladen. Gilbert Gress, der beliebte Fussballtrainer, sagte mir ab. In Wil bläst der Wind momentan von der falschen Seite.» Oberrocker Chris von Rohr habe eigentlich versprochen, in der Mühle Gams zu erscheinen, «aber am vereinbarten Treffpunkt habe ich ihn gar nicht erst angetroffen, aber nachträglich erfahren, dass zehn Minuten vorher der Lastwagen für die Altkleidersammlung vorbeigefahren ist.»
Schlag auf Schlag folgten Witze und Sprüche, locker vom Hocker, scheinbar mühelos. Doch da täuschte man sich gewaltig. Hinter den vielen Gags steht harte Knochenarbeit. «Ich bin mit meiner Gitarre schon 35 Jahre unterwegs, habe aber musikalisch keine Fortschritte gemacht, aber durchgehalten».
Vor über 20 Jahren hatte Peach Weber einmal einen Auftritt im FürstentumLiechtenstein. Nach einem etwas mühsamen Soundcheck schlug er einem Musiker, der dort ebenfalls auftrat, die Einladung zu einem Glas Wein aus und zog sich zurück. «Ich mache das heute noch», versicherte er, zwischen Tür und Angel eines Zimmers in der Mühle Gams. «Ich kann mich vor einem Auftritt nicht einfach in einem Wirtshaus an den Tisch setzen. Ich brauche immer eine StundeStille und Konzentration.» Wer ihn live erlebt hat, versteht ihn.
Bild Patrik Birrer, Text Pius Bamert, W&O
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| 13./14. September 2011 |
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Peach Weber - "Mister Gaga" |
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Pointe um Pointe, Nägel mit Köpfen machte der Liedermacher und Wortakrobat.
Selbst wer vielleicht ein zwiespältiges Verhältnis zum Humor des wohl bekanntesten Komödianten der Schweiz hat, kam wohl zum Schluss: Der Abend in Gams war einfach der «Hammer» und zeigte, wie recht doch Sigmund Freud mit seiner Auffassung hatte, dass Witze als Ventil für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich tabuisierten Bereichen genutzt werden. Klar ging der Künstler oft unter die Gürtellinie. Aber geistig wendig und raffiniert verpackte er seine Geschichten so, dass man ihm keinen Strick daraus drehen konnte. Witz ist irgendwie nicht der richtige Ausdruck – Esprit und scharfe Beobachtungsgabe wären vermutlich treffender. Mit seinen Utensilien kämpft sich Peach Weber durchs dichtgedrängte Publikum zur kleinen Bühne, freute sich, wie er sagte, dass er in Gams auftreten dürfe. «Heute ist es ja überall so, dass man nicht engagiert wird, weil man gut ist, sondern weil man Beziehungen hat. In Gams war das anscheinend ein Mann namens Patrik. In den Teenyjahren gingen wir zusammen in die erste Klasse, doch dann haben wir uns aus den Augen verloren. Patrik schaffte es in die zweite.» Weber nimmt sich oft selber auf die Schippe, witzelt über seine noch inResten vorhandene Prachtsfrisur, hebt seine Mütze etwas in die Höhe und präsentiert mit einem Lachen seine Problemzone. Eine Haartransplantation hat man mir für 8500 Franken offeriert. Die Mütze kostete gerademal 20 Franken.
Aber auch auf Frisuren anderer zeigt er schonungslos, viele kriegen ihr Fett weg. «Eigentlich habe ich für heute Abend viel Prominenz eingeladen. Gilbert Gress, der beliebte Fussballtrainer, sagte mir ab. In Wil bläst der Wind momentan von der falschen Seite.» Oberrocker Chris von Rohr habe eigentlich versprochen, in der Mühle Gams zu erscheinen, «aber am vereinbarten Treffpunkt habe ich ihn gar nicht erst angetroffen, aber nachträglich erfahren, dass zehn Minuten vorher der Lastwagen für die Altkleidersammlung vorbeigefahren ist.»
Schlag auf Schlag folgten Witze und Sprüche, locker vom Hocker, scheinbar mühelos. Doch da täuschte man sich gewaltig. Hinter den vielen Gags steht harte Knochenarbeit. «Ich bin mit meiner Gitarre schon 35 Jahre unterwegs, habe aber musikalisch keine Fortschritte gemacht, aber durchgehalten».
Vor über 20 Jahren hatte Peach Weber einmal einen Auftritt im FürstentumLiechtenstein. Nach einem etwas mühsamen Soundcheck schlug er einem Musiker, der dort ebenfalls auftrat, die Einladung zu einem Glas Wein aus und zog sich zurück. «Ich mache das heute noch», versicherte er, zwischen Tür und Angel eines Zimmers in der Mühle Gams. «Ich kann mich vor einem Auftritt nicht einfach in einem Wirtshaus an den Tisch setzen. Ich brauche immer eine StundeStille und Konzentration.» Wer ihn live erlebt hat, versteht ihn.
Bild Patrik Birrer, Text Pius Bamert, W&O
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Forum Werdenberg Lesung
| 1. Juli 2011 |
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erLesen mit Journalisten
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Elisabeth Huppmann, Heini Schwendener, Gerd Bruderer
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Zwar war es so, dass die Veranstalter des Abends – die Alte Mühle Gams und das Forum des Vereins Schloss Werdenberg – nicht gerade von einem Zuhöreransturm überrannt wurden, aber diejenigen, die da waren, waren begeistert. Wer nicht da war, hat definitiv etwas verpasst. Als Gäste zur Lesung waren Elisabeth Huppmann, Kulturjournalistin des «Liechtensteiner Vaterlandes», Gert Bruderer, Chefredaktor beim «Rheintaler» in Berneck, und Heini Schwendener, Stellvertretender Chefredaktor beim «Werdenberger & Ober-toggenburger » in Buchs, eingeladen. Mitgebracht hatten sie ihre liebsten Zeitungsbeiträge, die für diesen Abend in den Mittelpunkt des Interesses gestellt wurden. Moderator und Vorleser Kuno Bont führte im lockeren Gespräch und mit viel Sachverstand durch den Abend, der für das Publikum nicht nur interessante, kluge und vorzüglich abgefasste Zeitungstexte brachte, sondern auch einen tiefen Einblick in das Werk und die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten gab.
Grosse Herausforderung
Den Auftakt machten drei im «KUL» erschienenen Kolumnen von Elisabeth Huppmann. Dabei ging es um die verrücktesten Kursangebote, den Umgang mit der Zeit und den Spass an der Freude. Elisabeth Huppmann gab bereitwillig Einblick in ihre Arbeitsweise und bezeichnete es als grosse Herausforderung, in allen Lagen zur eigenen Meinung als Kulturbeobachterin zu stehen.
Eine Frage der Perspektive
Heini Schwendener hatte eine Reportage mitgebracht, die er im Mai 2009 über den Slow Up geschrieben hatte. Diesmal nicht als Betrachter von aussen, sondern aus dem Blickwinkel seines Fahrrades, das nach dem Auf und Ab auf der Strecke und verschiedenen Begegnungen unterwegs als Velo eines Journalisten standesgemäss im Fahrradständer der Redaktion landet, anstatt zu Hause in der Velogarage, wo es sich von den Strapazen hätte erholen können. «Nicht einmal einen Boxenstopp bei einem der Velomechs unterwegs» habe ihm sein Herrchen gegönnt, reklamierte das kräftig durchgetretene Tourenbike. Eine Geschichte, wie sie das Leben nicht treffender hätte schreiben können, mit viel Humor und einem leichten Augenzwinkern auf unsere Wertegesellschaft.
Mit spitzer Feder geschrieben
Den Abschluss des unterhaltsamen Abends machten drei im «Rheintaler» erschienene Kolumnen von Gert Bruderer. Im ersten seiner Texte kam er auf die Stadt der Lichter zu sprechen, die plötzlich merkte, dass das Label Energiestadt und die Positionierung als Stadt der Lichter sich nicht so richtig vertragen. Als Journalist liege es ihm daran, auf solche Unvereinbarkeiten hinzuweisen sagte Gert Bruderer, der zwar eine spitze Feder führt, aber nie den Drohfinger erhebt. Seine Kolumnen sind viel eher wie ein Spiegel, den er der Gesellschaft vorhält. Was darin zu sehen ist, darüber darf man auch lachen. Wie an diesem Abend über sein persifliertes Gespräch mit einem Kandidaten, der nach einem hohen Amt strebt. Oder in seiner dritten mitgebrachten Kolumne, als von ihm das morgendliche Kirchengeläut von Schildach ins Zentrum gerückt wurde.
Bericht W&O vom 6.7.2011
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| 1. Juli 2011 |
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erLesen mit Journalisten
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Elisabeth Huppmann, Heini Schwendener, Gerd Bruderer
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Zwar war es so, dass die Veranstalter des Abends – die Alte Mühle Gams und das Forum des Vereins Schloss Werdenberg – nicht gerade von einem Zuhöreransturm überrannt wurden, aber diejenigen, die da waren, waren begeistert. Wer nicht da war, hat definitiv etwas verpasst. Als Gäste zur Lesung waren Elisabeth Huppmann, Kulturjournalistin des «Liechtensteiner Vaterlandes», Gert Bruderer, Chefredaktor beim «Rheintaler» in Berneck, und Heini Schwendener, Stellvertretender Chefredaktor beim «Werdenberger & Ober-toggenburger » in Buchs, eingeladen. Mitgebracht hatten sie ihre liebsten Zeitungsbeiträge, die für diesen Abend in den Mittelpunkt des Interesses gestellt wurden. Moderator und Vorleser Kuno Bont führte im lockeren Gespräch und mit viel Sachverstand durch den Abend, der für das Publikum nicht nur interessante, kluge und vorzüglich abgefasste Zeitungstexte brachte, sondern auch einen tiefen Einblick in das Werk und die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten gab.
Grosse Herausforderung
Den Auftakt machten drei im «KUL» erschienenen Kolumnen von Elisabeth Huppmann. Dabei ging es um die verrücktesten Kursangebote, den Umgang mit der Zeit und den Spass an der Freude. Elisabeth Huppmann gab bereitwillig Einblick in ihre Arbeitsweise und bezeichnete es als grosse Herausforderung, in allen Lagen zur eigenen Meinung als Kulturbeobachterin zu stehen.
Eine Frage der Perspektive
Heini Schwendener hatte eine Reportage mitgebracht, die er im Mai 2009 über den Slow Up geschrieben hatte. Diesmal nicht als Betrachter von aussen, sondern aus dem Blickwinkel seines Fahrrades, das nach dem Auf und Ab auf der Strecke und verschiedenen Begegnungen unterwegs als Velo eines Journalisten standesgemäss im Fahrradständer der Redaktion landet, anstatt zu Hause in der Velogarage, wo es sich von den Strapazen hätte erholen können. «Nicht einmal einen Boxenstopp bei einem der Velomechs unterwegs» habe ihm sein Herrchen gegönnt, reklamierte das kräftig durchgetretene Tourenbike. Eine Geschichte, wie sie das Leben nicht treffender hätte schreiben können, mit viel Humor und einem leichten Augenzwinkern auf unsere Wertegesellschaft.
Mit spitzer Feder geschrieben
Den Abschluss des unterhaltsamen Abends machten drei im «Rheintaler» erschienene Kolumnen von Gert Bruderer. Im ersten seiner Texte kam er auf die Stadt der Lichter zu sprechen, die plötzlich merkte, dass das Label Energiestadt und die Positionierung als Stadt der Lichter sich nicht so richtig vertragen. Als Journalist liege es ihm daran, auf solche Unvereinbarkeiten hinzuweisen sagte Gert Bruderer, der zwar eine spitze Feder führt, aber nie den Drohfinger erhebt. Seine Kolumnen sind viel eher wie ein Spiegel, den er der Gesellschaft vorhält. Was darin zu sehen ist, darüber darf man auch lachen. Wie an diesem Abend über sein persifliertes Gespräch mit einem Kandidaten, der nach einem hohen Amt strebt. Oder in seiner dritten mitgebrachten Kolumne, als von ihm das morgendliche Kirchengeläut von Schildach ins Zentrum gerückt wurde.
Bericht W&O vom 6.7.2011
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Irish Folk
| 24. Juni 2011 |
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Rodney Cordner & Jean-Pierre Rudolph
Irish Folk - unverfälscht und begeisternd
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Am Freitagabend beherrschten irische Töne den Mühlesaal, denn mit Rodney Cordner, einem waschechten Nordiren, und Jean-Pierre Rudolph, einem gebürtigen Elsässer und Multiinstrumen-talisten, standen an diesem Abend zwei Männer auf der Bühne, deren Musik ihresgleichen sucht. Gitarrist und Songwriter Cordner und der Geiger Rudolph, der auch noch das Spiel auf diversen Flöten und der Mandoline virtuos beherrschte, ergänzten sich idealtypisch. Seit über zwanzig Jahren spielen sie zusammen, leidenschaftlich, voll Spielfreude. Cordner erzählte in seinen Liedern Geschichten aus der Heimat, mal sozialkritisch, mal humor- voll. Eigene Kompositionen, dann wieder aus der reichen irischen Tradition, meist mit jenem allseits so beliebten und mitreissenden Charakter des Irish Folk, der, kombiniert mit einem echten Guiness Bier, erst so richtig die Stimmung auf der grünen Insel nach Gams brachte.
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| 24. Juni 2011 |
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Rodney Cordner & Jean-Pierre Rudolph
Irish Folk - unverfälscht und begeisternd
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Am Freitagabend beherrschten irische Töne den Mühlesaal, denn mit Rodney Cordner, einem waschechten Nordiren, und Jean-Pierre Rudolph, einem gebürtigen Elsässer und Multiinstrumen-talisten, standen an diesem Abend zwei Männer auf der Bühne, deren Musik ihresgleichen sucht. Gitarrist und Songwriter Cordner und der Geiger Rudolph, der auch noch das Spiel auf diversen Flöten und der Mandoline virtuos beherrschte, ergänzten sich idealtypisch. Seit über zwanzig Jahren spielen sie zusammen, leidenschaftlich, voll Spielfreude. Cordner erzählte in seinen Liedern Geschichten aus der Heimat, mal sozialkritisch, mal humor- voll. Eigene Kompositionen, dann wieder aus der reichen irischen Tradition, meist mit jenem allseits so beliebten und mitreissenden Charakter des Irish Folk, der, kombiniert mit einem echten Guiness Bier, erst so richtig die Stimmung auf der grünen Insel nach Gams brachte.
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4 nach 40
| 28. Mai 2011 |
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Komödie von Fritz Scheidleder
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mit Ute Hoffmann, Dagmar Rohm, Markus Vögel und Armin Weber
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"4 nach 40" spielt in einem High-Tech-Lift eines Bürohochhauses, der steckenbleibt. Eingeschlossen sind zwei Frauen und zwei Männer, die, ausser dass sie vor kurzem vierzig geworden sind, nichts miteinander gemeinsam haben. Plötzlich werden vier völlig unterschiedliche Menschen gezwungen, auf engem Raum eine beängstigende Situation zu bewältigen. Allmählich lernen sie sich kennen, es wird geredet, gestritten, gesungen, wobei mit zunehmender Dauer die Geduld der Eingeschlossenen auf eine harte Probe gestellt wird. Plötzlich beginnen sie darüber nachzudenken, was war, was hätte sein können oder was noch kommen könnte. Höchst interessante Ansichten, Erkenntnisse und ein ungewisser Ausgang.
Das zahlreiche Publikum genoss den Abend, hatte herzlich zu lachen und spendete tosenden Applaus einer Schauspieler-Truppe, die allesamt ihre Rolle und die Darstellung der verschiedenen Charaktere meisterlich beherrschte.
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| 28. Mai 2011 |
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Komödie von Fritz Scheidleder
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mit Ute Hoffmann, Dagmar Rohm, Markus Vögel und Armin Weber
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"4 nach 40" spielt in einem High-Tech-Lift eines Bürohochhauses, der steckenbleibt. Eingeschlossen sind zwei Frauen und zwei Männer, die, ausser dass sie vor kurzem vierzig geworden sind, nichts miteinander gemeinsam haben. Plötzlich werden vier völlig unterschiedliche Menschen gezwungen, auf engem Raum eine beängstigende Situation zu bewältigen. Allmählich lernen sie sich kennen, es wird geredet, gestritten, gesungen, wobei mit zunehmender Dauer die Geduld der Eingeschlossenen auf eine harte Probe gestellt wird. Plötzlich beginnen sie darüber nachzudenken, was war, was hätte sein können oder was noch kommen könnte. Höchst interessante Ansichten, Erkenntnisse und ein ungewisser Ausgang.
Das zahlreiche Publikum genoss den Abend, hatte herzlich zu lachen und spendete tosenden Applaus einer Schauspieler-Truppe, die allesamt ihre Rolle und die Darstellung der verschiedenen Charaktere meisterlich beherrschte.
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Gutscheine für die Alte Mühle sind neu bei der Drogerie Eberle, Gams erhältlich
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